Banater Schwaben Nürnberg

Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Die Geschichte der Menschheit ist, schematisiert dargestellt, eine Reihenfolge dunkler Zeitabschnitten die nur kurzzeitig von lichten, friedvollen Perioden unterbrochen wurde. Der derzeitigen friedlichen seit Jahrzehnten währenden Zeitspanne, in der wir – zumindest in Europa – leben, ging eine der blutigsten, brutalsten, äußerst inhumane Epoche voraus: der Zweite Weltkrieg, imminent gefolgt von Monaten und Jahren durchdrungen von Racheaktionen und sogenannten Vergeltungsmaßnahmen die europaweit nahezu genau soviel Opfer, Leid, Tränen und Leben forderten wie der unselige Krieg selbst.
Jahrzehnte wurden diese Nachfolgeereignisse des Zweiten Weltkriegs von der Politik mehr oder weniger totgeschwiegen und das Wehklagen der Betroffenen und derer Nachkommen ignoriert! Doch zu laut war das Stöhnen, zu offensichtlich das begangene Unrecht, zu weitreichend die Folgen; irgendwann musste das Kind beim Namen genannt, der Wahrheit und Gerechtigkeit Rechenschaft gewährt und der Opfer und betroffenen Schicksalen Rechnung getragen werden.
Die Einführung des Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung ist ein Zeichen des Respekts vor dem unsäglichen Leid und der Ungerechtigkeit die Millionen von Vertriebenen und Flüchtlingen erdulden mussten.
Als Nachfolger von Vertriebenen und Deportierten  durften wir, in unseren Trachten, dem in Nürnberg begangenen Festakt und der Kranzniederlegung einen feierlichen Rahmen geben.